Ich krieg ne Krise – Das Wort zum Tage

Eine Krise jagt die Nächste. Eine schlimmer als die Andere. Ukrainekrise. Als wenn es schon noch nicht schlimm genug gewesen wäre, dass sich dort alle möglichen Leute einmischen, aus welchen Gründen auch immer. Griechenland-Krise, in der ein Land diktiert bekommt, wie es zu handeln hat. VW-Krise – zu dumm, dass die sich haben erwischen lassen. Doch alle, die mit dem Finger auf die Manager zeigen, sollten sich einen Satz merken: Wer ohne Schuld sei, der werfe den ersten Stein.

Krise in Syrien, Krise im Irak und nun auch noch herzallerliebst die Flüchtlingskrise, in der alle möglichen Leute mit offenen Armen empfangen werden von Leuten, die keine Ahnung haben, welche Auswirkungen irgendwas, irgendwann einmal haben wird. Krise hier, Krise dort, Krise überall. Wenn man da keine Krise bekommt, dann muss man schon total abgestumpft sein.

Das ganze Jahr hindurch kriselt es. Das ganze Jahr hindurch schwafeln irgendwelche Leute von Lösungen, die keine sind. Eine Lösung löst ein Problem und minimiert es nicht nur. Threoretisch. Aber Theorie und Praxis waren noch nie vereinbar.

Für Journalisten sind die Krisen wie die reifen Früchte eines Baumes. Man braucht nur noch hohle Phrasen von selbst ernannten Prominenten zu pflücken und schon ist die Schlagzeile ohne Inhalt fertig. Halb von Schlagzeilen erschlagen torkelt nun der durchschnittliche Troll der Medienlandschaft durchs social media und übergibt sich mit Anmerkungen dazu. Untermal von lustigen bunten Bildern wird es zum Aufreger des Tages. Schöne neue Welt, die wir uns da zimmern.

Ich wünsche mir nun wirklich mal eine richtige Krise: Keine Krisen. Das wäre äußerst fatal für Politik und Medien, für mich als Mensch aber Urlaub.

 
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One Response to Ich krieg ne Krise – Das Wort zum Tage

  1. Schakal says:

    Blut und Spiele – die Medienmaschine muss weiterlaufen. Und wenn der Mensch keine „Krisen“ selbst erschafft, wird nachgeholfen in dem irgendwo ein Sack Reis zu einem Weltuntergang führt. Oder so. Inzwischen könnte man meinen, dass insb. die Medien mehr Macht haben, als Politiker, die ihre Macht ja schon dankenswerterweise der Wirtschaft überlassen haben.